Le Quadrille français

Die beliebte Publikumsquadrille mit ihren 6 Touren.

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Eine Publikumsquadrille ist ein besonderes Highlight bei einem typischen Wiener Ball, bei Hochzeiten oder Incentives.

Grundlegendes:

Aufstellung

Getanzt wird paarweise. Die Dame steht rechts neben dem Herren. Zwei Paare stehen sich gegenüber.

Zählweise

Jede Figur wird jeweils mit 8 Taktschlägen getanzt. D.h., dass wir bei jeder Figur von 1-8 zählen und somit jeweils 8 Schritte benötigen

Musik

Die beliebteste Quadrille ist wohl die Fledermaus Quadrille, Op. 363 von Johann Strauss Sohn. Sie steht auch im Standard-Repertoire der großen Wiener Ballorchester. Zu meinen bisherigen angesagten und unterrichteten Quadrillen gehören auch Adaptierungen (d.h. an die Choreographie der Fledermausquadrille angepasste) anderer bekannter Werke der Strauss-Familie. Dazu zählen u.a. die Carmen Quadrille (Op. 134 – Eduard Strauss), die Zigeunerbaron-Quadrille (Op. 422 – Johann Strauss Sohn), die Orpheus-Quadrille (Op. 236 – Johann Strauss Sohn), die Maskenball-Quadrille (Op. 272 – Johann Strauss Sohn), die Schützen-Quadrille (Eduard, Josef und Johann Strauss). Auch andere Werke wurden von mir bereits an die Choreographie der Fledermausquadrille angepasst und z.B. mit Polka- und Marschmusik zu einer besonderen Volksmusik-Quadrille zusammengestellt.

Besonderheiten

Prinzipiell beginnt immer der rechte Fuß.

Für all jene, die es sehr genau nehmen möchten hier die drei Ausnahmen, bei denen der linke Fuß beginnt:

    1. Gleich in der 1. Tour beginnt die Dame mit dem linken Fuß zum ersten Compliment.
    2. jedes Mal, wenn der Herr die Dame in Empfang nimmt (z.B. bei einer Damenkette auf 4) geht er ihr mit dem linken Fuß und der linken Hand entgegen.
    3. In der 5. Tour beginnt der Kreisgang zum fremden Platz für Damen und Herren mit dem linken Fuß.

Die 6 Touren:

1. Tour – Pantalon
  • 1-2 Zum eigenen Partner wenden
    3-4 Compliment tief
    5-6 hoch
    7-8 zum gegenüberliegenden Paar wenden
  • 1-2 Schritt nach rechts
    3-4 Compliment tief
    5-6 hoch
    7-8 Schritt nach links
  • 1-8 Chaîne anglaise zum gegenüberliegenden Platz
  • 1-8 Chaîne anglaise zum eigenen Platz zurück und Aufstellung zum Balancé
  • 1-8 Balancé (schräg rechts ~ Die Herren nach außen, die Damen nach innen.)
  • 1-8 Tour de Main
  • 1-8 Chaîne des Dames (Damenkette) zum gegenüberliegenden Platz
  • 1-8 Chaîne des Dames (Damenkette) zum eigenen Platz zurück
  • 1-8 Promenade zum gegenüberliegenden Platz (links ausweichen)
  • 1-8 Chaîne anglaise zurück zum eigenen Platz
2. Tour – Été

Unterteilung in „Erste und Zweite Damen“ sowie „Erste und Zweite Herren“

1-16 (=8 Takte) Vorspiel
Es beginnen die „Ersten Damen“ und die gegenüber stehenden „Ersten Herren“

  • 1-8 Zur Mitte vor und zurück
  • 1-8 schräg rechts zur Mitte vor und zurück
  • 1-8 Traversé (Platzwechsel) zum gegenüberliegenden Platz
  • 1-8 schräg rechts zur Mitte vor und zurück
  • 1-8 Traversé (Platzwechsel) zum eigenen Platz
  • 1-8 Tour de Main mit dem eigenen Partner

Wiederholung der Tour; diesmal beginnen die Zweiten Damen und Herren.

3. Tour – La Poule

Unterteilung in „Erste und Zweite Damen“ sowie „Erste und Zweite Herren“

1-16 (=8 Takte) Vorspiel
Es beginnen die „Ersten Damen“ und die gegenüber stehenden „Ersten Herren“

  • 1-8 Traversé (Platzwechsel) zum gegenüberliegenden Platz
  • 1-8 Aufstellung zur Mitte und links, linke in linke Hand
  • 1-8 Kleines Balancé (Rechts point [1, 2], links point [3, 4], Rechts point [5, 6], links point [7, 8])
  • 
1-8 Alle Paare zum gegenüberliegenden Platz gehen
  • 1-8 Die Ersten Damen und Ersten Herren zur Mitte vor und zurück.
  • 1-8 Die Ersten Damen und Ersten Herren schräg rechts zur Mitte vor und zurück.
  • 1-8 Alle Paare zur Mitte vor und zurück
  • 1-8 Chaîne anglaise zum eigenen Platz

Wiederholung der Tour; diesmal beginnen die Zweiten Damen und Herren.

4. Tour – La Trénis

Unterteilung in „Erste und Zweite Paare“
(Erste Paare sind jene mit den Ersten Damen.)

1-16 (=8 Takte) Vorspiel

Es beginnen die „Ersten Paare“.

  • 1-8 Paare zur Mitte vor und zurück
  • 1-8 Paare zur Mitte vor [1-4], Dame Platzwechsel und Herr zurück zum eigenen Platz [5-8]
  • 1-8 Platzwechsel mit Damentor (Der zurückgegangene Herr wechselt unter den gefassten Damenhänden die Seite)
  • 
1-8 Traversé (Platzwechsel) zum eigenen Platz (All jene, die sich noch nicht dort befinden!)
  • 1-8 Balancé (schräg rechts ~ Die Herren nach außen, die Damen nach innen.)
  • 1-8 Tour de Main mit dem eigenen Partner

Wiederholung der Tour; diesmal beginnen die Zweiten Paare.

5. Tour – La Pastourelle

Unterteilung in „Erste und Zweite Paare“
(Erste Paare sind jene mit den Ersten Damen.)

1-16 (=8 Takte) Vorspiel

Es beginnen die „Ersten Paare“.

  • 1-8 Paare zur Mitte vor und zurück
  • 1-8 Paare zur Mitte vor [1-4], Herr Platzwechsel und Dame zurück zum eigenen Platz [5-8]
    Der Herr stellt sich nun rechts der fremden Dame auf. Bildung der „Dreiergruppe“.
  • 1-16 Dreiergruppe zweimal zur Mitte vor und zurück
  • 
1-8 Damensolo der zurückgegangenen Dame
    (4 große Schritte vor [1-4], 4 kleine zurück [5-8])
  • 1-8 Kreis bilden
    (Dame geht 4 Schritte zur Dreiergruppe vor [1-4], reicht beiden Herren je eine Hand und Compliment [5-8])
  • 1-8 Kreisgang und Auflösung des Kreises wobei jedes Paar zum fremden Platz geht (Der Herr geht voraus)
  • 1-8 Chaîne anglaise zum eigenen Platz

Wiederholung der Tour; diesmal beginnen die Zweiten Paare.

6. Tour – Finale

1-16 (=8 Takte) Vorspiel

Die Hände werden zur „Kolonne“ durchgereicht.

  • 1-16 Kolonne zweimal zur Mitte vor und zurück.
    Am Ende hängt sich jede Dame beim eigenen Herren ein.
  • „Double-Été“ 
    • 1-8 Paare zur Mitte vor und zurück
    • 1-8 Paare schräg rechts zur Mitte vor und zurück
    • 1-8 Platzwechsel „Der Herr voraus!“
    • 1-8 Paare schräg rechts zur Mitte vor und zurück
    • 1-8 Platzwechsel „Der Herr voraus!“ zum eigenen Platz
    • 1-8 Tour de Main mit dem eigenen Partner
  • 1-16 Kolonne zweimal zur Mitte vor und zurück.
    Am Ende Aufstellung in „Schattenposition“. (Linke Herrenhand hält linke Damenhand)
  • Saint-Simonienne“ 
    • 1-8 Paare zur Mitte vor und zurück (Dame präsentieren)
    • 1-8 Paare zur Mitte vor [1-3], Damentausch [4], mit der fremden Dame zurück zum Platz [5-8]
    • 1-8 Chaîne des Dames (Damenkette) zum eigenen Platz
    • 1-8 Chaîne des Dames (Damenkette) zum gegenüberliegenden Platz
    • 1-8 Paare zur Mitte vor und zurück (fremde Dame präsentieren)
    • 1-8 Paare zur Mitte vor [1-3], Damentausch [4], mit der eigenen Dame zurück zum Platz [5-8]
  •  1-16 Kolonne zweimal zur Mitte vor und zurück.

Geschichtliches

Eine Quadrille wurde einst – wie der Name schon sagt – von vier Paaren im Quadrat (Carré) getanzt. Zwecks Erleichterung und zum besseren Verständnis hat sich die ballfreundliche Kolonnenaufstellung nunmehr eingebürgert. So können wir jetzt so viele Paare wie nur möglich auf die Tanzfläche bringen.

Eine Quadrille entwickelte sich aus den englischen Countrydanses zu den französischen Contredanses, also Kontratänzen. Dies ist eindeutig an der Einteilung und Aufstellung der Paare sowie den Figuren erkennbar. Im Carré tanzten immer die Paare 1 und 3 sowie die Paare 2 und 4 mit- bzw. gegeneinander.

Gab es zunächst viele Varianten einer Quadrille, so hat sich bei uns in Österreich die sog. Quadrille français (Achtung: im Französischen ist Quadrille männlich – also Le Quadrille!) etabliert. Auch wenn wir noch ab und an die Quadrille à la Cour – die sog. Lanciers – bei Balleröffnungen verwenden, die breite Anerkennung und Verwendung findet heut nach wie vor unsere Quadrille mit den sechs Touren Pantalon, Été, La Poule, La Trénis, La Pastourelle und Finale.

Fotoquelle: Wikipedia

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