Heutzutage nennt man es „All Star Concept“ oder „Ensemble-Kino“, früher hieß es „Staraufgebot“. Der Wunsch in den Ruhestand versetzten Helden ein Revival zu gönnen, hat auch schon Clint Eastwood mit „Space Cowboys“ den verdienten Erfolg gebracht. So scheint es auch mit R.E.D., was soviel bedeutet wie Retired – Extremely – Dangerous: Ein Muss für alle Bruce Willis Fans.
Zur Story: Frank (Bruce Willis) wird jäh aus seinem verdienten Ruhestand gerissen, als eines Abends maskierte Männer nach seinem Leben trachten. Zusammen mit Sarah (Mary-Louise Parker), die aufgrund des regelmäßigen Telefonkontakts mit Frank ebenfalls in die Schusslinie gerät, begibt sich Frank auf die Suche nach den Hintermännern. Um sein Ziel zu erreichen, trommelt er alte Freunde, Feinde und Weggefährten zusammen (Morgan Freeman als Joe, John Malkovich als Marvin, Hellen Mirren als Viktoria, Brian Cox als Ivan), die ihn tatkräftig bei seinem Vorhaben unterstützen. Anfangs noch als Verfolger, schlussendlich als Verbündeter, setzt Agent Wiliam Cooper (Karl Urban) alles daran Frank zu fassen. Mehr möchte ich allerdings nicht erzählen.
Natürlich wird vieles actiongerecht aufbereitet, selbstverständlich sind einige Szenen unglaubwürdig und meiner Meinung nach sind die von den „üblichen Verdächtigen“ kritisierten Phasen, in denen „das Tempo nicht hochgehalten wird“ als kurze Atempausen durchaus in Ordnung, um ein wenig den Hintergründen der Handlung folgen zu können. Dennoch brillieren die o.g. Stars in ihren Rollen. Besonders der, von geheimen Experimenten mit LSD paranoid gewordene Marvin (John Malkovich) zeigt vor allem bei Feuergefechten eine gerade stoische Ruhe und Gelassenheit. Helen Mirren spielt in einer charmanten Weise eine ehemalige MI6-Agentin mit Vorliebe für russische Spione (Ivan) und Morgan Freeman (Joe) spielt in gewohnter Art den über den Dingen stehenden Profi. Ihnen allen steht Bruce Willis in seiner Rolle als Frank in keinster Weise nach. Gewohnt gelassen und „cool“ schaltet er jeden einzelnen Gegner außer Gefecht.
Kurz zusammengefasst kann man „R.E.D. – Älter, Härter, Besser“ so beschreiben:
„Rentnergang“ auf „Stirb langsam“-Trip, die „Keine halben Sachen“ bei einer „Mission Impossible“ macht.
Nachtrag vom 27. Oktober 2010:
Auf jeden Fall ist dieser Streifen einfach besser gelungen als „The Expandables“ mit Sylvester Stallone, der mit vielen computeranimierten Szenen die unglaubwürdigere Version einer blutdurchtränkten Actionkanonade ohne viel Witz und Humor darstellt. Das Revival von Senioren kann nicht einfach nur mit Explosionen, Kampfszenen mit vielen Toten und Verletzten und CGI’s erfolgreich werden






