Paris ist eine Reise wert…

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…Paris ist wunderschön. Hat schon Peter Alexander im ersten Graf Bobby-Film gesungen. Ich möchte dem noch hinzufügen, dass ich, abgesehen von einem beruflichen Interesse am Anfang meines Aufenthaltes, eigentlich mit anderen Absichten diese Stadt besuche. Nach 15 Jahren höre und spreche ich wieder jene Sprache, die mich von Kindheitstagen an bis zum Baccalauréat begleitet hat.

Trotz manch lustig-peinlicher Momente, in denen mir das eine oder andere Vokabular einfach nicht einfallen wollte, war es doch wie eine Rückkehr in vergangene und durchaus schöne Zeiten. Dennoch war es für mich extrem befriedigend all jenen, die mir mit einem meist akzentbehafteten Englisch entgegentraten mit einem richtig akzentfreien Französisch zu kontern und somit auch schon einmal erstaunte Gesichter zu erzwingen.

Sprachen zu beherrschen macht Spaß. Mit der richtigen Sprache unterwegs zu sein und sich zu amüsieren macht noch mehr Spaß. Und dafür sogar noch Lob von so vielen zu bekommen mach umso mehr Freude und stolz.

Ich wollte mir den Aufenthalt nicht nur für Stadtbesichtigungen alleine vorbehalten. Eine Kombination aus Stadtbesichtigung und kulinarischen Genüssen erschien mir die richtige Lösung zu sein. Essen und Trinken waren meine Wegbegleiter durch Paris. Gezielte Lokalsuche überließ ich den anderen. Mir war es wichtig, die Stadt zu erkunden und dazwischen ab und zu etwas Interessantes zu finden. Ein Kaffee hier, ein gefülltes Baguette da, eine halbe Bouteille mit einem reichhaltigen Käseteller im nächsten Bistro, außergewöhnlich zubereitete Miesmuscheln, Zwiebelsuppe, Fisch, Fleisch, Foie gras, Kaviar, Champagner, Crêpes mit verschiedenen Füllungen an diversen Straßengeschäften, etc…

Wer aber seinen Tag etwas positiver ausklingen lassen möchte, der sollte sich am Ende eines anstrengenden Shopping- oder Sightseeing-Tages in den „Galleries Lafayette“ in der Delikatessenabteilung wiederfinden. Ein Paradies für Feinschmecker, das u.a. exzellente Sandwiches mit luftgetrockneten Schinken, Käse, Cocktail Sauce und Olivenöl, direkt vor den eigenen Augen zubereitet, anbietet. Düfte, die den Besucher nicht quälen sondern einladen nur noch mehr genießen zu wollen. Jeder Artikel ist nicht nur einfach vertreten. Ein Minimum von 4-5 verschiedenen Marken je Produktkategorie stehen dem Kunden zur Auswahl und erhöhen bei den nicht erprobten Frankreich-Reisenden den so oder so schon hohen Stressfaktor. Beim Verlassen werden Gewürzliebhaber in einem Meer an Düften versinken. Auch ich konnte nicht widerstehen und habe einige exotische Pfeffersorten erworben.

Die Höhepunkte aber waren sicherlich meine Besuche in der „Buddha Bar“ und im „Maison du Chocolat“.

Die Buddha Bar zu besuchen war eines meiner wichtigsten Ziele in Paris und natürlich wurden alle meine Erwartungen in Bezug auf Speis und Trank mehr als nur übertroffen. Glücklicherweise konnte ich einen Tisch reservieren und beim Eintreffen wurden wir natürlich mehr als freundlich empfangen. Per Funk (!) wurde uns eine charmante Platzanweiserin herbeigerufen, die uns in kürzester Zeit platziert hat. Das Service war natürlich perfekt. Aufdringlichkeit spürte man nicht, eher Zuvorkommenheit. Im Hintergrund hörten wir die gewohnte Musik der Buddha Bar, welche uns schon zuvor bei einem von mir organisierten kleinen Apéro in meinem Hotel begleitet hat.

Für allerhöchste Glücksgefühle sorgt aber ein von mir kurzfristig eingeschobener Besuch im „Maison du Chocolat“. Schokoladeliebhaber sollten sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. Ich kann nur sagen: „Liebe belgische Chocolatiers! Bitte lernt noch ein wenig dazu.“ Bei einer kleinen Degustation werden die Geschmacksnerven im positiven Sinn auf eine harte Probe gestellt. Glücklicherweise konnte ich einen „Parcours initiatique“ miterleben und erlaubte mir gleich darauf eine kleinere Menge an Mitbringsel zu erwerben.

Paris bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten, sich kulinarisch zu erfreuen. Jede Chance gut zu speisen sollte genutzt werden. Es wird sicherlich nicht das günstigste Erlebnis, dafür aber kann man sich wirklich glücklich schätzen, all dies einmal gelebt zu haben. Sicherlich wird mich meine Kreditkartenabrechnung am Ende des Monats außerordentlich erfreuen. Aber wie schon gesagt: Dies war es und ist es mir allemal wert.

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