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Die Olympischen Spiele sind eröffnet. Zwei Wochen messen sich wieder Spitzensportler in 34 Sportarten um 302 Goldmedaillen und den damit verbundenen Titel „Olympiasieger“ zu erreichen.
Olympische Spiele haben ihren Reiz. Sie finden nur alle vier Jahre statt und Olympiasieger behalten ihren Titel ein Leben lang. Anders als bei Weltmeistern hat er das Odium der Ewigkeit. Weltmeister werden abgelöst, durch eine/-n andere/-n ersetzt.
Wer schon einmal Olympische Spiele miterlebt hat, der spürte die fast unbändige positive Stimmung der Zuschauer, der Aktiven oder der Mitarbeiter, bzw. verspürte das Bedürfnis einen Favoriten anfeuern zu müssen. Selbstverständlich hält man zu den Athleten seines Landes, doch Rivalitäten zwischen den Nationen gibt es nicht. Jeder findet (s)einen Liebling zu dem er hält.
Ich freue mich über jede Medaille, die unsere Sportler erringen können. Genauso freue ich mich über jeden Underdog, der ein Spitzenresultat erreicht. Doch dieses Mal habe ich keine besondere Ambition die Bewerbe zu verfolgen. Vielleicht liegt es daran, dass ich vor vier Jahren ein tolles Spektakel in Athen erlebt habe. Ein Erlebnis, das durchaus nicht mehr in dieser Form zu wiederholen ist.
Es war kein Event, bei dem Menschenmassen mittels zentraler Organisation zur Anwesenheit motiviert wurden. Wie käme es sonst dazu, dass schon vor Beginn der Spiele angeblich alle 7 Millionen Eintrittskarten verkauft worden sind? Und: Es bestand nicht die Notwendigkeit, dass der Veranstalter international sein Renommée zu verbessern gedenkt.
Wir haben gefeiert, wer auch immer der Gewinner war. Wir sind um die Häuser gezogen und haben Spaß gehabt. Wir waren bei allen möglichen Bewerben und darauf folgenden Parties und haben im Österreich-Haus die beruhigenden Momente bei Speis und Trank genossen. Stimmung musste nicht organisiert werden – wir haben einfach Stimmung gemacht. Kein Zwang, einfach Spaß.
Auch hatten wir nicht dauerhafte Security-Checks. Außer beim Einlass in die Veranstaltungsstätte konnten wir uns frei bewegen, mussten nicht fürchten andauernd gefilzt zu werden. Schlussendlich hatten wir auch nichts zu verbergen.
Organisation, Kontrolle – die zwei wichtigsten Merkmale der diesjährigen Olympischen Spiele. Nur nichts dem Zufall überlassen, auch die Stimmung im Publikum. Ich hoffe, dass dies in vier Jahren in London nicht so streng gesehen wird. Da möchte ich nämlich wieder dabei sein. Vom 27. Juli bis 12. August 2012.
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#1 von ricarda am 27. August 2008 - 08:39
Finde das die Olympischen Spiele, nicht mehr das sind was sie mal waren, es geht schon lange nicht mehr um Sport und spitzen Athleten, leider.
#2 von coco am 28. August 2008 - 09:01
Ricarda hat da völlig Recht, die Eröffnungsfeier war der Hammer, ein perfectes Event und kurz danach schon die ersten negativ Meldungen, ok, war ja diesmal auch zu erwarten. Trotzdem ist alles ein riesen Commerz und Politikum, um reinen Wettkampf geht es lange nicht mehr.