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Jedes Jahr lädt die Österreichisch-Bayerische Gesellschaft zu einem Event, das in München DAS Event schlechthin geworden ist. Weder Filmball, Chrysanthemenball oder ähnliche Veranstaltungen können dem seit 2002 unter dem Namen „Kaiserball“ veranstalteten Tanzfest, das dieses Jahr am 1. Februar 2008 stattfindet, auch nur annähernd gerecht werden.

„Zwei Herzen im Dreivierteltakt“

Unter dem Motto „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ erwartet die 1.600 Ballgäste nicht nur eine schwungvolle Eröffnung, sondern auch charmante Balletteinlagen, klassische Wiener Operetten- und andere Melodien, sowie die durchwegs typische Wiener Ballmusik.

In gewohnter Österreichischer, bzw. Wiener Tradition eröffnet das Jungdamen- und Jungherrenkommitée unter der Leitung der Tanzschule Elmayer zu den Klängen von Chopins bekannter „Militärpolonaise in A-Dur“, der „Fächerpolonaise“ von Carl Michael Ziehrer, der Polka Mazur „Ein Herz, ein Sinn“ von Johann Strauß Sohn und dem Walzer „Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust“ von Joseph Strauß ganz dem diesjährigen Motto des Balles entsprechend durchwegs im Dreivierteltakt.

Allemal einen Besuch wert

Auch hartgesottene Wiener Ballbesucher sollten sich dazu aufraffen diesen Ball in ihren Kalender einzutragen und einen Besuch in München am ersten Freitag im Februar schon lange im Voraus einplanen. Seit mehr als fünfzig Jahren wird dieser Ball, der bis 2001 im rennomierten Hotel Bayerischer Hof stattfand, veranstaltet. Mit dem „Umzug“ in das ICM am ehemaligen Flughafen München Riem im Jahr 2002 hat sich die Gelegenheit geboten viel mehr enthusiastischen Österreich-Liebhabern diesen Event zugänglich zu machen.

Eine moderne Location gepaart mit zeitloser Tradition offeriert den Besuchern für zumindest ein paar Stunden die Möglichkeit ein Stück Österreich zu erleben und bietet auch uns Österreichern die Chance außerhalb der Heimat zu zeigen, wie man Feste, so wie sie fallen, auch richtig feiern kann. Der Kaiserball in München wurde von Deutschen Medien sogar zur drittwichtigsten Tanzveranstaltung, welche es zu besuchen gilt, gewählt. Die Spitzenposition wird allerdings immer noch vom Wiener Opernball eingenommen.

Sollte man den Kaiserball mit bereits traditionsreichen Wiener Bällen vergleichen wollen, so muss man den Münchnern sicherlich eine qualitativ hochwertige Position zusprechen. Obwohl die Jugend immer zahlreicher unter den anwesenden Ballgästen zu werden scheint, ist das Verhalten aller Ballgäste (siehe 3th.be, wobei dies sicher nur ein repräsentatives Beispiel für viele andere Veranstaltungen zu sein scheint), insb. des Eröffnungskomitées in keinster Weise mit jenem auf einzelnen Wiener Bällen gleichzusetzen. Mit ein Grund mehr nach München zu fahren um den Kaiserball endlich einmal zu besuchen.

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