„Super-Ethanol E-85″ wird sie genannt, eine Mischung aus 85% Ethanol und 15% Benzin. Dieser Super-Treibstoff soll ab Herbst an einigen Tankstellen unser bisheriges Normal-Benzin (91 ROZ) ersetzen. Der Preisunterschied zwischen „Super“ und „Normal“ ist zur Zeit derart gering, dass sich die Einführung des neuen Treibstoffs und die damit verbundene Ablöse von „Normal“, so vermuten die Experten der Autofahrerclubs ARBÖ und ÖAMTC, regelrecht abzeichne, sich aber kaum positiv auf die Brieftasche auswirken wird.
Würden jetzt die Mineralölkonzerne, allen voran die Österreichische OMV, die anscheinend kostengüstige Produktion an den Endverbraucher weitergeben, dann könnte ja schlussendlich doch eine positive Auswirkung in den Brieftaschen der Autofahrer merklich werden. Außerdem ist das E-85 anteilig von der Mineralölsteuer befreit. Aber wie so oft sagen uns die inoffiziellen Stimmen, dass der Super-Treibstoff eher teurer denn günstiger werden soll.
Einer Reduktion der umweltschädigenden Verbrennung fossiler Brennstoffe kann durch Einführung des E-85 und anderer ethanolhaltiger Treibstoffe garantiert erfolgen, sofern dies mehr als nur punktuell in einzelnen Regionen dieser Welt geschieht. Dass die Verbrennung von Ethanol weit weniger schädigende Treibhausgase verursacht, ist schon lange bekannt. Siehe dazu unter anderem „The Creed Project“ der Minnessota State Univeritv (pdf-Datei)
Die ökonomischen und vor allem ökologischen Auswirkungen einer teilweisen bis hin zu einer kompletten Umstellung auf Ethanol-Treibstoffe würde hier den Rahmen sprengen. Daher sei unter anderem auf den Artikel von Wikipedia, die Website Mobil ohne Fossil und der.Standard.atverwiesen.
Wie dem auch sei, Ethanol ist ein weiterer Schritt in Richtung Reduktion der Treibhausgase. Es ist aber nicht der Weisheit letzter Schluss. Wie sehr sich aber die Einführung des E-85 nun in die Länge zieht, werden wir sehen. Der „Schnaps fürs Auto“ könnte auf jeden Fall schon, rein technisch gesehen, den Markt überfluten.
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