Was hat ein Halsbanddieb mit 50 Bananen zu tun? Na ja, „Essen“ wäre wohl die richtige Antwort darauf. Sicher nicht auf einmal, aber nach und nach, wenn es wohl nichts anderes zum Essen gegeben hätte.

Wer hätte aber gedacht, dass dieser Mann tatsächlich alle auf einmal verschlungen hat? Sicherlich auch nicht die Polizei von Kalkutta, die diesen Mann nach dem Diebstahl erwischt hatte.

Jetzt sind aber nicht die Bananen das vermeintliche Diebsgut. Man könnte ja Stein und Bein behaupten, der Dieb wollte die gestohlenen Sachen vernichten, damit es keinen Beweis für seine Schuld gibt. Das sog. Corpus delicti war ein kurz davor entwendetes Halsband, das unser Bananenfreund bei sich hatte.

Gehen wir noch einen Gedanken weiter, indem wir jetzt vielleicht die Polizei der Folter bezichtigen könnten, weil diese den Verdächtigen auf diese Weise zur Preisgabe des Verstecks des Halsbandes „überreden“ wollten.

Wieder weit gefehlt. Der Mann hat die Bananen ganz von alleine in sich hineingestopft und damit nicht nur die ihn bewachenden Beamten stark beeindruckt. Allerdings geschah dies auf Anraten eines Arztes, der durch die Zugabe von einer bestimmten Menge an „Ballaststoffen“ die Abfuhr des im Darm des Verdächtigen aufgefundenen Halsbandes erzwingen wollte.

Wer aber denkt, dass die Geschichte hier zu Ende sei, der/die hat an dieser Stelle wirklich geirrt. Es ging noch weiter.

Nachdem die Bananenmaßnahme nicht gefruchtet hatte, gab es noch einen kleinen Snack, bestehend aus Huhn, Reis und Brot, als Draufgabe, womit das goldene Halsband schlussendlich von einer Putzfrau des Polizeireviers gegen einen kleinen Obulus aus der Toilette gefischt wurde.

Siehe auch orf.at