Und wieder ist eine Realverfilmung im Kino gelandet. Wer kennt sie nicht? Diese niedlichen kleinen (manchmal auch größeren) Spielzeugautos oder -flugzeuge japanischer Provenienz, die sich in soooooo coole Roboter verwandeln konnten. Mitte der 80er Jahre überschwemmten diese Toys regelrecht die Kinderzimmer und wurden rasch in diversen Comicserien verewigt.

Die Handlung ist sicherlich leicht zu verstehen und findet man hier.

Humor kommt in diesem Streifen sicher nicht zu kurz. Allerdings ist er teilweise wieder von einem anderen Film abgekupfert. Ganz offensichtlich ist die Parallele zu American Pie, nur mit vertauschten Rollen bei den Eltern des menschlichen Protagonisten, sorgt doch diesmal die Mutter für die Peinlichkeiten und nicht der Vater.

Der wohl unglaubwürdigste Charakter in diesem CGI-Epos ist in der Figur des Agent Simmons, verkörpert von John Torturro, zu sehen. Natürlich braucht man einen zähen Terrier der Regierung, der vor nichts zurückschreckt. Seine zwanghaften Versuche gleichzeitig cool, lustig, tough und patriotisch aber auch gefühlvoll zu erscheinen scheitern in der Synchronisation sicherlich noch deutlicher als im Original und tragen nicht unbedingt zur Belustigung bei.

Womit wir bei den Dialogen gelandet sind. Je nach Darsteller (ob animiert oder nicht) könnte man diese in drei Kategorien einteilen:

Kategorie 1: Zwischenmenschliche Dialoge

Sie sind relativ normal, manchmal seicht, weil es immer wieder einen rechthaberischen Diskussionspartner gibt. Geistiges Niveau kann schon aufgrund des Plots von Haus aus nicht erwartet werden.

Ach ja: Der Junge kriegt mit seinem mutigen Verhalten wieder einmal das Mädchen!

Kategorie 2: Dialoge zwischen Mensch und Maschine

Robots, …äh, pardon „Autobots“ sind die „Gute“ und höchstentwickelte Spezies, die in allen Belangen den Menschen etwas (Ich frage mich nur was?) voraus hat. Wir sind dumm, sie sind klug, wir haben keine Prinzipien, sie sind die Moralapostel. Aber: Wir sind lernfähig und haben Potential für die Zukunft, weil wir den Decepticons (das sind die bösen Buben) ordentlich was aufs Maul geben können.

Kategorie 3: Autobots vs. Decepticons

Pures Balzverhalten, das allerdings die Frage aufwirft: Wo ist das Weibchen? Jeder stellt sich freundlicherweise zighunderte Mal dem Gegner vor (Ich habe mir trotzdem nur mit Mühe die Namen gemerkt!) und lässt dem Begrüßungsritual eine deftige Keilerei folgen.

Auf jeden Fall lässt die Handlung den menschlichen Akteueren lediglich eine Mitläufer-Rolle zukommen und stellt wieder einmal die Allmacht außerirdischer Technologie in den Vordergrund. Waffengewalt ist das wichtigste, wenn nicht sogar das einzige Element, das Frieden schaffen kann. So ist es für Josh Duhamel (Army Captain William Lennox) sicherlich einfacher, das Montecito in der TV-Serie Las Vegas zu überwachen, sind doch die dort agierenden Kriminellen weitaus zahmer und leichter zu bändigen.

Alles in Allem sind die fast zweieinhalb Stunden Filmvergnügen sicher zum Lachen geeignet. Wer es aber in den nächsten Wochen nicht schafft eine der vielen noch freien Plätze zu ergattern, der kann getrost das Spektakel in ca. eineinhalb Jahren im TV noch erwarten.