Stirb Langsam 4.0


Ach wie schön: Das Sequel ist da!

Eine Kurzfassung der Story: Ein Computerhacker soll von John McLane zum FBI gebracht werden. Beide werden von vielen bösen Jungs angegriffen und durchleben bis zum Ende gemeinsam die gefährlichsten Situationen, in die sie ein noch mächtigerer Computerhacker andauernd durch Manipulation des World Wide Web und der verletzbaren vernetzten US-Computer-Community hinein manövriert.


Einfacher Plot, Charaktere deutlich erkennbar, Action vorhanden, McLane überlebt alles – ein typischer „Stirb Langsam“-Film halt.

Auffällig ist auch, dass einzelne Sequenzen anderen Filmen nachempfunden wurden. Als Beispiele seien hier der Tanz auf den Flügeln des Kampfjets (siehe „True Lies“ 1994) oder ganz am Beginn die akrobatischen Einlagen des Scharfschützen, die ein wenig an den letzten Bond „Casino Royale“ (2006) erinnern. Auch die Verwendung des Blaufilters am Beginn ist ein wenig übertrieben und erinnert mich an Nachtszenen der Filme aus den 60er und 70er Jahren.

Natürlich ist das Ganze in Wahrheit ein Aufwärmen alter Klischees vom einsamen Helden, der mit den all den aktuellen Themen nichts am Hut hat, von seiner Frau nun schlussendlich verlassen wurde und sogar von seiner Tochter ins Abseits gestellt wird. Er ist der altmodische und besorgte Vater seiner Tochter (andererseits: Würden wir unter Umständen nicht auch auf unser Kind aufpassen wollen und alles vermeintlich Böse fernhalten?), liebt Klassiker der Musikwelt (da ist er aber nicht der Einzige!) und schafft es dennoch sich in jeder Situation trotz lebensbedrohlicher Verwundungen zurechtzufinden.

Persönlich ist mir der dritte Teil immer noch der liebste von allen, da einerseits McLane hier nicht wie in Teil 1 oder 2 nur nächtens seine destruktive Ader zur Geltung gebracht hat, andererseits auch der Plot weitaus durchsichtiger und viel mehr nachvollziehbar war.

Der große Minuspunkt, den neuere Blockbuster meines Erachtens heute mit sich bringen ist eine durchwegs schlechte Kameraführung. Diese Kritik ist nicht nur hier bei SL 4.0 angebracht. Speziell bei Kampf- oder Verfolgungsszenen habe ich immer mehr das Gefühl, dass die Kameramänner den altbewährten „Anfängerfehler“ bei Aufnahmen ohne Stativ machen und sich mit vollem Zoom auf den/die Protagonisten konzentrieren. Wirkung: Verwackelte Bilder, die Handlung ist kaum zu erkennen und man hat das Gefühl, dass ein Kind ein Spielzeug gefunden hat und jetzt einfach alles ausprobieren möchte. Vom Charakter der Szene bleibt dann eigentlich nichts mehr übrig.

Wer aber noch weitere unterschiedliche Meinungen zu SL 4.0 lesen möchte, der/die kann sich hier noch ein wenig schlau machen. Ansehen sollte man sich den Film auf jeden Fall, um sich seine eigene Meinung zu bilden, denn die Stimmen gehen wie immer sehr weit auseinander:

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