flickr zensiert!
Das kann man mit Sicherheit behaupten. Ich bin nicht der Erste, der hier Stellung bezieht. Viele andere haben das auch schon getan (siehe z.B. Sascha, Philomenon, etc…).
Dass eine Community so in Aufruhr gebracht wird, das nehmen die Betreiber von flickr anscheinend ohne großes Wimpernzucken in Kauf und begründen ihren Entschluss mündige Personen mehr oder weniger zu „entmündigen“ damit, der Gesetzeslage in Deutschland Rechnung zu tragen.
Gut. Das ist vielleicht eine Begründung. Aber nicht der Weisheit letzter Schluss.
Soweit mir bekannt ist gilt in Deutschland als Voraussetzung zur Ansicht eines nicht für Jugendliche zugänglichen Inhaltes die sog. Altersverifizierung. Wir haben doch alle schon einmal an so einem Portal gestanden. Ob gewollt oder ungewollt.
Wir sind nicht Deutschland!
Entgegen allen Problemen, die die Betreiber anscheinend mit der Deutschen Legislatur haben muss aber klar und deutlich festgehalten werden: Alle, außerhalb der bundesdeutschen Grenzen lebende Personen sind per se keine Deutschen (ausgenommen im Ausland lebende Deutsche natürlich)!
Man kann auch im Zeitalter der Globalisierung nicht alles über einen Kamm scheren. Aber, wie so oft, hat wieder jemand einen Schnellschuss gewagt, der, wenn alle Proteste so weiterlaufen, wahrscheinlich nach hinten losgeht.
„Restricted“, „Moderate“ oder „Safe“
Das Interessanteste an der ganzen Sache ist aber jetzt nicht die Bevormundung Europäischer flickr-Nutzer, indem ihnen verboten wird bestimmte Inhalte zu sehen, sondern die Tatsache, dass nur Mitarbeiter von flickr entscheiden können in welche der drei möglichen Kategorien eine Fotografie fällt.
Prinzipiell gilt, dass auf einer solchen Community garantiert nicht mit pornografischen Inhalten herumgespielt werden darf. Das soll auch so sein. Dennoch gibt es immer wieder unverbesserliche Idioten, die solche Fotoportale ungeniert dafür nutzen.
Genauso gibt es bösartige Personen, die andere imitieren, um sie zu diskreditieren (siehe diesen Artikel bei Michael).
All das, und wahrscheinlich vieles mehr, hat und soll dort keinen Platz finden.
Aber dass auf einmal künstlerische Fotografien, die tagtäglich in Zeitungen, Fernsehen oder anderen Medien lang und breit getreten werden plötzlich mit „moderate“ oder gar „restricted“ behaftet werden ist sogar für einen Standarduser, wie ich einer bin, komplett unverständlich.
Ich bin auch dafür, dass bestimmte Fotografien nur einer bestimmten Altersgruppe zugänglich gemacht werden. Die Kontrollmöglichkeiten dafür hat ja flickr schon allemal in der Hand gehabt. Insbesondere bei den zahlenden Usern ist eine Altersüberprüfung von Haus aus gegeben, da man ja einen sog. „pro“-Account nicht an jeder Straßenecke bekommt, sondern nur nach Zahlung mit Kreditkarte.
Das könnte man ja als den einfachsten Weg bezeichnen um den vielen erwachsenen und mündigen flickr-Nutzern vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz (dem Alphabet nach geordnet!) wieder ihre Rechte zurückzugeben!
Fortsetzung folgt!

Volle Zustimmung meinerseits, bis auf einen Punkt: Mir ist völlig egal, was die User bei Flickr hochladen. Ob das nun Katzenbilder, Speiseaufnahmen oder Hardcorepornos sind, ist mir egal, sofern ich selbst bestimmen kann, was ich sehen kann und was nicht und sofern die – meiner Meinung nach völlig ausreichenden – „Kategorien“ public, friends und family ordnungsgemäß benutzt werden. Wer seine Sexspielchenfreunde als friends deklariert, hat ja mit egal welchen Bildern kein Problem. Durch die Aufteilung in ein doppeltes Filtersystem (einerseits f&f, andererseits public, moderate und restricted) verwäscht sich das alles zusehends.
Sofern sie’s bis 2008 schaffen, vernünftig zu werden, bleib ich bei Flickr, wenn nicht, dann heißt’s mit dem Ablauf des Abonnements, ciao. (Oder man bekommt überhaupt die Möglichkeit schon früher…)
Ach ja, der Link zu 3th funktioniert nicht!